KALEI DO SEA 2009

KATHOLISCHE AKADEMIE FREIBURG
Kunst am Bau im Rahmen der Neugestaltung des Speisesaals

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Objekt:            Lichtfenster zum Speisesaal 
Maß:               220cm x 140 cm ( Bildträger für beide Seiten der Scheibe)
Vorschlag:      eine Arbeit der Reihe MY SEA*

*MY SEA:
ein Raum & Licht bezogenes Kunstprojekt, das seit 2003 bei Gelegenheit in unterschiedlichen  Maßen und Inszenierungen  erscheint, zum Teil wieder verschwindet und das sich von Realisierung zu Realisierung weiter entwickelt: MY SEA ist eine Spiegelarbeit für Orte, an denen MY SEA sich anschmiegt als ein Spiel mit der Erinnerung. Sie reflektiert das von jedermann ersehnte Meer aus der Luft an die besagte Wand

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KALEI DO SEA für die Katholische Akademie


Ich schlage vor, eine Arbeit zu gestalten, die von Motiv, Farbwahl und Realisation einfach und zeitlos erscheint, den Besucher soweit erwartet, wie der Blick in eine erholsame Landschaft. Und eine Arbeit zu schaffen, die auf die Raumsituation und Raumnutzung direkt Bezug nimmt.
Die Arbeit muss in ein Bild, in den Speisesaal „hineinführen“, das Davor und das Dahinter als ihr raumgreifendes Milieu umspannen. KALEI DO SEA soll nicht aufdringlich sein.
Im Flur rechter Hand sind regelmäßig Ausstellungsbilder zu betrachten: diese begleiten den Passanten und wünschen seine Aufmerksamkeit. KALEI DO SEA soll anziehend sein, entspannend und souverän zugleich. KALEI DO SEA erscheint wie eine lichte Wasserfläche, deren Ufer, als Oase für Begegnung, Dialog man aufsucht.
Das Bild soll Sinnbild sein für eine Atempause zu erbaulichem Verweilen und damit der Nutzung und dem Zweck des Speisesaals entgegenkommen.
Darum werde ich auf dominante figürliche Motive verzichten.

Diese Arbeit ist so gestaltet, dass sie das Licht einfängt, umlenkt oder zurückspiegelt. KALEI DO SEA erlaubt den Durchblick in den weiterführenden Raum. Als glänzende Fläche wirkt sie gleichermaßen wie ein Spiegel, der einem  mit einer im Augenblick eingefangenen Atmosphäre entgegen strahlt. Wandlungsfähig, lebendig.

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Farben erscheinen sparsam als Glanzpunkte von Lichtreflexen oder Schattenspiel. Sie sind in den vier Grundfarben blau, gelb, rot und grün so gewählt, dass deren Charakter genügt, um Assoziationen zu anmutender Dinglichkeit frei zu setzen. Die Farben nehmen, wie die Spiegelbilder, Bezug zu Menschen und Gegenständen im Raum auf, schaffen überraschende Verbindungen und Überlagerungen und damit abwechslungsreiche Situationsverschiebungen.


CO, Mai 2009

 

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