CRISTINA OHLMER

in Zusammenarbeit mit Wolfgang Mehnert

ECHO LIGHTHOUSE 2005 (NICHT REALISIERT)

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ECHO LIGHTHOUSE ist eine Lichtarchitektur.

Ein 6 x 6 x 6 Meter Gehäuse, ein Kubus aus Glasquaderstein steht im Herzen des Rieselfeldes. Eine Skulptur wie ein rot schimmernder Rubin.

Und wie ein Leuchtturm, der an einem wichtigen Punkt steht und durch Form, Farbgebung und Lichtkennung identifizierbar ist.

In der Geschichte trugen die ersten Leuchttürme ein Feuer.
Ein ältestes Exemplar in Alexandria gehörte zu den sieben Weltwundern.
Man gab den Leuchttürmen einen Namen:  z. Beispiel „der rote Sand“ in der Wesermündung.

ECHO LIGHTHOUSE ist ein Raum gebender und zugänglicher Körper. Wenn er sich öffnet, zeigt die Skulptur eine neue Facette in einem Ort der Begegnung .

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DIE ARCHITEKTUR
ECHO LIGHTHOUSE ist ein Kubus, der ganz (auch die Ecksteine) aus Glasbausteinen der Maße 30x30x10 cm aufgerichtet ist. Der Kubus steht auf einem Streifenfundament mit Estrichboden. In jeder Seitenwand gibt es zwei Lüftungsfenster und auf einer Seite eine zweiflügelige  Stahltür im Standardmaß.
Diese Tür steht in einem tunnelartigen Rahmen aus Fertiggussbeton. Dieser Eingang führt als eigener - nicht transparenter - Körper einen Meter tief in den lichten Raum hinein.
Seine Oberseite wird später als Abstellfläche  für Vorführgeräte, und was sonst noch außerhalb des Publikumsverkehrs sein soll, nützlich sein.
Das Glasgehäuse schließt mit einem Trapezblechdach ab und  fasst die oberste Steinreihe in einem Kranz. Das Dach liegt auf  4 Stützpfeilern (Flächenmaß 30x30 cm), in denen das Regenwasser in einem Rohrsystem nach unten rinnt. Diese Stützpfeiler sind  von den Eckpunkten der Architektur 1 Meter nach innen versetzt und umspannen so ein quadratisches pavillonartiges Zentrum im Raum.
Die Stützpfeiler leisten neben statischen und optisch proportionalen Gründen auch  für das Einrichtungsvorhaben wichtige Dienste:
An allen vier Seiten zwischen diesen Stützpfeilern werden Hängeschienen  für die LED Lichtwürfel Module montiert, denn die Architektur ist vornehmlich eine leuchtende Skulptur.
Diese Vorrichtung ist auch geeignet, eine hängende Wand dort anzubringen. Die Wandfläche von 260x320 cm ist eine mobile Installation. Sie kann parallel oder senkrecht (und in verschiedenen Bodenhöhen)zur Eingangstüre gehängt sein, und  sie kann – je nach Bedarf, als Projektions-, Reflexions- oder  Bildwand bespielt werden. Die vier Pfeiler sind Hilfsstützen als mögliche Bezugspunkte bei temporären Einbauten. Auch die Stromversorgung soll durch sie geleitet werden.

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DIE LICHTSKULPTUR
Die Architektur ist in unbespieltem Zustand eine Lichtskulptur – ein LIGHTHOUSE.
Verschiedene Lichtstimmungen wie reines Indirektlicht, farbiges Indirektlicht, Spotlicht und diffuses Licht können mittels LED-Omnio pur Cardan Leuchtwürfeln additiv erzeugt werden. Steckverbindungen erlauben die separate Ansteuerung der LED Würfel und der RGB Farben. Mit einer programmierbaren Interface Steuerung lassen sich innerhalb eines Moduls völlig unterschiedliche Lichtszenarien und Farbstimmungen aus RGB aktivieren.
Zum Beispiel das rote, leicht bewegte „Funkeln“ eines Rubins.

Die Architektur ist - so gestaltet - ein innovativer Lichtkörper: Im Gegensatz zu herkömmlichen Beleuchtungsmethoden ist diese Technik Energie sparend .

 

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